





Die ethische Integrität des Propheten
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Betrachtet man anhand der massenhaften authentischen Berichte den Charakter des Propheten Mohammed (s), seine Verhaltensweisen, seinen Umgang mit Menschen und seine Fähigkeit, Anfeindungen von Menschen zu ertragen, kommt man nicht umhin, in ihm ein hochstehendes Vorbild und die Großartigkeit seiner Person zu erkennen. Intuitiv steht sein Prophetentum dann auch jenseits objektiver Beweisführung fest.
Um zu dieser Überzeugung zu gelangen, empfiehlt sich, eines von zwei Dingen oder beides zu tun: Das eine ist die Lektüre der Aussagen und Taten Mohammeds (s) aus vertrauenswürdigen Quellen. Hier sei verwiesen auf Bücher wie „Allahs Gesandter hat gesagt“ oder „Gärten der Tugendhaften“. Umfangreiche Prophetenbiographien wie die des Ibn Isħâq eignen sich prinzipiell zwar auch. Dies gilt jedoch nur eingeschränkt, denn der grobe Verlauf solcher Biographien mag in der Regel korrekt sein. Die Einzelheiten hingegen sind oft von schwacher Authenzität, weil die meisten Biographen eher auf Lückenlosigkeit der Erzählung als auf hohe Überlieferungsqualität bedacht waren.
Das andere ist die Lektüre der Aussagen unabhängiger Wissenschaftler und Forscher über seine Persönlichkeit, wie sie sich in den folgenden Zitaten darbieten:
Encyclopedia Britannica, Band 12: „Eine Menge Details in den frühen Quellen zeigen, dass er ein ehrlicher und aufrichtiger Mann gewesen ist, der den Respekt und die Loyalität anderer, ebenfalls ehrlicher und aufrichtiger Menschen verdient hat.“
William Montgomery Watt (geb. 1909, gest. 2006), damals Professor (Emeritus) für arabische und islamische Studien an der Universität zu Edinburgh, Verfasser mehrerer Standardwerke zur Islamwissenschaft und einer der meist zitierten Islamwissenschaftler der Moderne: „Seine Bereitschaft, für seinen Glauben Einschnitte hinzunehmen, der hohe moralische Charakter jener Männer, die an ihn geglaubt haben und ihn als Führer ansahen, und die Großartigkeit seines endgültigen Erfolgs – all das spricht für seine fundamentale Integrität. Mohammed als einen Hochstapler abzustempeln bringt mehr Probleme hervor, als es lösen würde. Überdies wird keine der großen Persönlichkeiten der Geschichte im Westen derart unangemessen gewürdigt, wie Mohammed.“ [Mohammed At Mecca, Oxford, 1953, S. 52]
Mohandas Gandhi (genannt „Mahatma Gandhi“, geb. 1869, gest. 1948), indischer Denker, Staatsmann und nationaler Führer: „Ich bin mir nunmehr sicherer als ich es je war, dass es nicht das Schwert war, welches in jenen Tagen einen Platz für den Islam gewann, im Gang des Lebens. Es war die unbeugsame Einfachheit, die komplette Aufopferung des Propheten, die penible Einhaltung seiner Versprechen, seine völlige Hingabe seinen Freunden und Anhängern gegenüber, seine Beherztheit, seine Furchtlosigkeit, sein absolutes Vertrauen zu Gott in seiner eigenen Mission. All dies, und nicht das Schwert haben alles getragen und jede Art von Schwierigkeiten überwunden.“ [Young India (periodisch erscheinend), 1928, Band X]
Edward Gibbon (geb. 1737, gets. 1794), der wohl größte britische Historiker seiner Zeit: „Der größte Erfolg im Leben Mohammeds wurde durch die schiere moralische Kraft erreicht ohne einen einzigen Hieb eines Schwertes.“ [History Of The Saracen Empire, London, 1870]
Washington Irving (geb. 1783, gest. 1859), bekannt als der erste „amerikanische Mann der Wissenschaft“: „Er war dermaßen abstinent und enthaltsam in seiner Diät und ein rigoroser Verfechter des Fastens. Er frönte keiner Pracht in seiner Kleidung, was die Zurschaustellung eines kleinlichen Gemüts bedeutet hätte. Noch war die Einfachheit seiner Kleidung durch etwas beeinflusst worden, sondern das Ergebnis einer Missachtung eines sich Unterscheidens durch eine so einfache Eigenschaft... In seinen privaten Handlungen war er gerecht. Er behandelte Freunde und Fremde, reich und arm, die Starken und die Schwachen mit Gleichheit und wurde von dem einfachen Volk für die Freundlichkeit, mit der er sie empfing und ihre Beschwerden anhörte, geliebt... Seine militärischen Erfolge haben bei ihm keinen Stolz noch Eitelkeiten hervorgerufen wie es geschehen wäre, wären diese für eigene Zwecke erlangt worden. In der Zeit seiner größten Macht bewahrte er die gleiche Einfachheit in seinem Benehmen und seinem Erscheinen wie in den Tagen der Not. So weit entfernt von Regententum war er verärgert, wurden ihm beim betreten eines Raumes ungewöhnliche Ehreerbietungen dargebracht.“ [Life of Mahomet, London, 1889, S. 192-3, 199]
Alphonse de Lamartine (geb. 1790, gest. 1869), französischer Dichter und Staatsmann: „Philosoph, Redner, Verkünder, Gesetzgeber, Krieger, Eroberer von Ideen, Führer des vernünftigen Glaubens, eines Kults ohne Statuen und Bilder: der Gründer zwanzig irdischer Reiche und eines geistigen Reiches, das ist Mohammed. Nimmt man alle Möglichkeiten in Betracht mit denen menschliche Größe gemessen werden kann, dann müssen wir uns fragen: Gibt es einen größeren Menschen als Mohammed?“ [Übersetzt aus Histoire De La Turquie, Paris, 1854, Bd. II, S. 276-277]
Annie Besant (geb. 1847, gest. 1933), britische Theosophistin, politische Führerin in Indien und Präsidentin des indischen Nationalkongresses 1917: „Es für jemanden, der das Leben und den Charakter des großen Propheten Arabiens studiert, der seine Lehren kennt und weiß wie er gelebt hat, unmöglich, etwas anderes für diesen mächtigen Propheten, einen der großen erhabenen Gesandten, zu empfinden, als Ehrerbietung. Und auch wenn ich in dem, was ich Ihnen mitteile, wohl viele Dinge sagen werde, die vielen Menschen bereits bekannt sind, so empfinde ich persönlich doch jedes Mal, wenn ich es wieder lese, eine neue Art der Bewunderung und neue Verehrung für diesen mächtigen arabischen Lehrmeister.“ [The Life And Teachings Of Mohammed, Madras, 1932, S.4]
Bosworth Smith (geb. 1784, gest. 1884), anglikanischer Bischof und Autor: „Er war Cäsar und Papst in einem; aber Papst ohne die Anmaßungen des Papstes, Cäsar ohne Cäsars Legionen: ohne ein festes Heer, ohne Leibwächter, ohne Palast, ohne feste Staatseinkünfte; wenn jemals ein Mann das Recht besessen hat, zu sagen, dass er nach göttlichem Recht herrsche, dann war es Muhammad, denn er besaß alle Macht ohne ihre Instrumente und ohne ihre Mittel.“ [Mohammed and Mohammadanism, London 1874, S. 92]
Diwan Chand Sharma, hinduistischer Gelehrter und Autor, schrieb: „Muhammad war die Seele der Freundlichkeit und sein Einfluss fühlbar und von denen um ihn herum unvergessen.“ [D.C. Sharma, The Prophet of the East, Calcutta, 1935, S. 12]
Irrelevante Behauptungen
Gleichwohl sind natürlich auch einige Berichte oder Behauptungen im Umlauf, die das authentische Bild zu trüben beabsichtigen. Bei genauerer Auseinandersetzung mit diesen Behauptungen wird jedoch schnell ihre Schwäche klar. Im Folgenden sollen entsprechende Beispiele gesammelt werden, mit denen besonders Missionare verschiedener religiöser, aber auch irreligiöser Richtungen argumentieren, und die es im Rahmen dieser Missionsaktivität teilweise bis in öffentliche Enzyklopädien wie „Wikipedia“ geschafft haben. In diesem Artikel soll die inhaltliche Schwäche solcher Versuche aufgezeigt werden.
Der angebliche „Holocaust“
Eines dieser Beispiele ist die Behauptung, in der Zeit des Propheten (s) sei ein regelrechter Holocaust an Juden angerichtet worden. Der Eindruck, dass Faschisten hiermit versuchen, vom eigenen Faschismus abzulenken, indem sie den Islam in einen faschistischen Schatten zu stellen versuchen, mag nicht unzutreffend sein. Was jedoch ist an der Behauptung dran?
Sie bezieht sich auf den folgenden historischen Hintergrund: Nachdem Mohammed (s) und seine Mitglaubenden über zehn Jahre lang Verfolgung und Unterdrückung in seiner Heimatstadt Mekka ertragen mussten, wanderten sie nach Medina aus, wo sich durch die rein mündliche (und somit friedliche!) Aktivität anderer Muslime der Islam bereits vor der Auswanderung unter den Bewohnern ausgebreitet hatte, so dass nach der Ankunft des Propheten (s) das erste muslimische Gemeinwesen entstehen konnte, und somit ein kleiner Staat.
Mit recht wenig Übergängen erwecken die Missionare nun den Anschein, kurz darauf habe der Prophet (s) die in Medina ansässigen Stämme vertreiben lassen, weil sie nicht an ihn hätten glauben wollen (!) und einen dieser Stämme, die Banû Quraizah, durch eine Massenhinrichtung an den Männern des Stammes ausgelöscht. Fertig ist der Holocaust.
Dass hier weder ein Genozid vorliegt, noch sich hier dem Gesandten Gottes (s) eine nicht-integere Vorgehensweise unterschieben lässt, belegen die folgenden Punkte:
• Es wurden keine Zivilisten, sondern Kämpfer und Kriminelle hingerichtet, die mit militärischen Aggressoren kooperiert hatten.1
• Vor dem Hintergrund der damaligen historischen Situation war die Strafe gerecht und überlebensnotwendig. Sie war - unter Berücksichtigung aller damaligen Umstände auch aus heutiger Sicht - der einzig akzeptable Schritt, da die Banû Quraizah als vertragsbrüchige ehemalige Partner der Muslime mit ihrer konspirativen Kollaboration mit dem militärischen Gegner und somit einem lupenreinen Hochverrat die gesamte, damals noch kleine und schwache muslimische Gemeinschaft in Todesgefahr gebracht hatten. Während der bis dahin wohl größten militärischen Bedrohung für die Muslime - noch nie hatten sich so viele mächtige Stammesverbände zum vernichtenden Schlag versammelt - hatten sich die Banû Quraizah plötzlich auf die Seite des militärischen Feindes geschlagen und sich für die Vernichtung eines unschuldigen Volkes entschieden.
• Das Urteil wurde nicht vom Gesandten Gottes (s) gefällt, sondern von einem der Verbündeten der Banû Qurayzah: Sa€d b. Mu€âdh. 2
• Die Banû Qurayzah hatten sich ihren Richter (Sa€d b. Mu€âdh) selbst ausgewählt. Dies taten sie, weil sie Sa€d als Mitglied des verbündeten Stammes „Aus“ quasi zu den Ihren zählten und hofften, so mit ihrem Verbrechen der Gerechtigkeit davonzukommen. 3
• Der Urteilsspruch über die Banû Qurayzah erfolgte offenbar auf der Grundlage ihrer eigenen Gesetze, was zugleich nahelegt, dass sie mit ihren Opfern nicht weniger zimperlich umgegangen wären, wenn sie gesiegt hätten.4
• Es gab keine andere Möglichkeit, die unkontrollierbare und existenzbedrohende Gefahr, die von einer Unbehelligtheit der Banû Quraizah ausgegangen wäre, abzuwehren. Für 800 Krieger und Schwerkriminelle lassen sich in einer wirtschaftlich schwachen Gemeinde des siebten Jahrhunderts keine Hochsicherheitsgefängnisse einrichten, wenn die Bürger nicht einmal wissen, was sie am nächsten Tag essen könnten.
• Trotz ihrer Verbrechen hatten die Verurteilten jederzeit die Möglichkeit, durch einen formalen Eintritt in den Islam, und sei es auch nur zum Schein, die Strafe von sich abzuwenden. Gleiches gilt wohl auch für den Fall, wenn sie sich zu einer Tributvereinbarung bereit erklärt hätten.5
• Viele Details, auf die sich Propagandisten bei dieser Geschichte stützen, entstammen der Prophetenbiographie von Ibn Isħâq. Diese ist zwar in der islamischen Welt respektiert, jedoch nicht, weil sie zuverlässig wäre, sondern weil sie eine Pionierarbeit darstellt. Überlieferungswissenschaftlich sind weite Teile des Werkes - anders als die Saħîħ-Werke Bukhâriyys und Muslims - nicht zuverlässig. Mehr noch: Ibn Isħâq selbst gilt in der Überlieferungswissenschaft teils als majrûħ, d.h. als Gewährsmann ist er derart „beschädigt“, dass Überliefererketten, in denen sein Name auftaucht, ohne weiteres automatisch keine hohe Authenzität gewährleisten.
Es ist das Recht Gottes {s.w.t.}, Leben zu geben und zu nehmen, wie und wem Er will, und zu verschonen und zu peinigen, wie und wen Er will, sowie das gerechte Strafgericht gegen ein Volk zu entfesseln. Denn jedes Volk hat laut Koran eine Lebenszeitspanne, deren Ende sein Zeichen darin hat, dass der diesem Volk bestimmte Gesandte zu ihm kommt. Wird dieser Gesandte von diesem Volk vollständig zum Lügner abgestempelt, ist der Termin des Volkes fällig. So ließ Er {s.w.t.} viele Völker untergehen. Weder den Steinen, die Er auf einige herunterregnen ließ, noch dem Wasser, mit dem Er einige ertränkte, noch dem Todesengel, der die Seelen abholt, lässt sich etwas vorwerfen.
Die Heirat Mohammeds (s) mit Aishah
Gerne wird die ethische Integrität des Propheten (s) in Frage gestellt, indem auf die Überlieferung verwiesen wird, derzufolge er eine Neunjährige heiratete (Aishah bint Abî Bakr).
Dieser Verweis ist jedoch belanglos, denn:
• Damit eine Ehe abseits von menschengemachten und somit fehlbaren Gesetzen legitim ist, spielt nicht die Jahreszahl eine Rolle, sondern die biologische und mentale Reife. Biologisch kann eine achtzehnjährige Person durchaus auf dem durchschnittlichen Stand von Zwölfjährigen sein, und umgekehrt.6 Was das Mentale anbetrifft, braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden, wie sehr infantile Dreißigjährige7 und frühreife Zehnjährige verbreitet sind.
• Es gibt keinen Zweifel, dass die Ehe zwischen Mohammed (s) und Aishah der Letzteren nicht den geringsten Schaden zufügte, denn sie ist nicht nur bis zum heutigen Tage für ihre Weisheit und Intelligenz bekannt, sondern auch für ihre Eifersucht auf ihren Ehemann und ihre Liebe zu ihm, sowie für ihr außerordentliches Selbstbewusstsein.
• Das Aufwachsen in einem wüstenähnlichen Gebiet unter Entbehrungen, Schwierigkeiten und Verfolgung beschleunigt die Reife der Persönlichkeit, so dass mindestens die mentale Adoleszenz deutlich früher als in den heutigen westlichen Gesellschaften eintritt.
• Historisch betrachtet ist bekannt, dass die Verheiratung blutjunger Frauen in praktisch allen Kulturen Jahrtausende lang ein normales Phänomen der Menschheitsgeschichte war. Dies könnte mit der teils äußerst geringen damaligen Lebenserwartung zu tun haben. Der heutige Trend zum erstmaligen Gebären im dreißigsten Lebensjahr wäre aus der damaligen Sicht verurteilenswert und krankhaft.8
• Es scheint, dass die Altersangabe ausschließlich auf den Erinnerungen Aishahs selbst beruht, wobei aus ihrem Bericht, sie sei erst neun Jahre alt gewesen, ein gewisser Stolz herausklingen mag, zumal dies eine weitere Bestätigung für ihre Reife und enorme Intelligenz wäre, für die sie bis heute bekannt ist. Da jedoch Geburtsdaten und Alterszahlen in der damaligen Zeit nicht als so wichtig galten wie heute, sind Ungenauigkeiten und Erinnerungsfehler nicht ausgeschlossen. Noch heute kommt es in Entwicklungsländern ja oft vor, dass sich eine Frau für zehn und mehr Jahre jünger hält, als sie in Wirklichkeit ist. Aus anderen Überlieferungen scheint indes tatsächlich hervorzugehen, dass Aishah zum Zeitpunkt des Vollzugs der Ehe deutlich älter war.
• Es sind ausschließlich islamische Überlieferungen in der Art der Hadithe, auf die sich die Altersangabe stützt. Wer nicht mit dem Vorwurf des Messens mit zweierlei Maß konfrontiert werden will und auf dieser Grundlage die Altersangabe von „neun Jahren“ vorbehaltlos anerkennt, muss auch die vielen Wunder und übernatürlichen Geschehnisse die Mohammed (s) zum Beweis seiner Prophetenschaft sichtbar zuteil wurden und von denen die Überlieferungen der selben Art berichten, anerkennen.
1 Saħîħ al-Bukhâriyy, kitâb al-maghâzî, Hadith Nr. 3895, u.a.
2 Ebd. Oft wird davon ausgegangen, dass der Gesandte Gottes (s) dasselbe Urteil gefällt hätte, da überliefert wird, er habe nach dem Urteil zu dem Richter gesagt. „Du hast mit dem Urteil Gottes geurteilt.“ In einer anderen, ebenfalls mit authentischer Überliefererkette überlieferten Version lautet die Formulierung: „Du hast mit dem Urteil eines Königs geurteilt.“ Aufgrund einer Eigenheit der arabischen Sprache im Umgang mit Kategorienaussagen kann hier auch „des Königs“ übersetzt werden, so dass sich schnell einbilden lässt, mit dem „König“ sei Gott gemeint, der in einem seiner vielen koranischen Namen „der König“ heißt. Genau ein solches Versehen könnte einem der Überlieferer bei der ersten Version unterlaufen sein, so dass die ursprüngliche Version lauten würde: „Du hast mit dem Urteil eines Königs geurteilt“, als Anspielung auf einen Koranvers, in welchem irdische Monarchen allgemein als besonders grausam dargestellt werden (Sure 27:34).
3 Ebd.
4 Im biblischen Pentateuch, den sie für sich als Juden als gültig angesehen haben werden, ist zu lesen: „Wenn du dich einer Stadt näherst, um gegen sie zu kämpfen, dann sollst du ihr zunächst Frieden anbieten. Und es soll geschehen, wenn sie dir friedlich antwortet und dir öffnet, dann soll alles Volk, das sich darin befindet, dir zur Zwangsarbeit unterworfen werden und dir dienen. Und wenn sie mit dir nicht Frieden schließt, sondern Krieg mit dir führt, dann sollst du sie belagern. Und gibt der HERR, dein Gott, sie in deine Hand, dann sollst du all ihre Männlichen mit der Schärfe des Schwertes erschlagen. Doch die Frauen und die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, all ihre Beute, sollst du für dich rauben.“ (Dtn 20:10-14)
5 So geschehen nach der Eroberung Chaibars, s. Saħîħ al-Bukhâriyy, kitâb al-ijârah, Hadith Nr. 2165.
6 Am 28.09.2007 berichtete die Presseagentur AFP: „Ein gerade zehn Jahre altes Mädchen ist laut belgischen Zeitungsberichten Mutter geworden. Die Schülerin aus Charleroi im Süden des Landes sei bereits im vergangenen Jahr von einem gesunden Jungen entbunden worden, meldeten das "Nieuwsblad" und "Het Volk". Vater des Jungen sei ein 13-jähriger Schulkamerad, zitierten die Zeitungen den Arzt, der das Kind zur Welt gebracht hatte. Er habe jedes Jahr einige Mütter im Alter von 14 Jahren, sagte Doktor Robert Chef. Kinder in Belgien haben laut den Berichten immer früher Sex. Die Einnahme der Antibaby-Pille habe vor allem bei Mädchen ab 14 Jahren in den vergangenen zwei Jahren stark zugenommen. Nach Statistiken der Krankenversicherungen hätten im vergangenen Jahr sogar 57 Mädchen bereits im Alter von zehn Jahren die Pille ärztlich verschrieben bekommen.“ - Im Juni des Jahres 2000 berichtete Lifeline unter Berufung auf die medizinische Zeitschrift „Medical Tribune“: „Jedes sechste Mädchen in Großbritannien zeigt bereits im Alter von 8 Jahren erste Anzeichen der Pubertät. Im Vergleich dazu, berichtet die ‚Medical Tribune’, galt 1969 nur eins von 100 Mädchen als frühreif. Der englischen Studie zufolge lassen Jungs sich mehr Zeit mit dem Erwachsenwerden. Bei den 8-jährigen Jungen, so die ‚Medical Tribune’, hatte jeder Vierzehnte Geschlechtsbehaarung. 1969 wuchs nur einem von 150 Jungen in diesem Alter die Schambehaarung.“ - Die jüngste Mutter der Welt soll zum Zeitpunkt der Geburt ihres Kindes erst fünf Jahre alt gewesen sein und bekam ihre Menstruation schon mit drei Jahren, siehe http://www.snopes.com/pregnant/medina.asp
7 http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/erwachsen-erst-mit-25-statt-mit-18-laut-psychologen-a-924644.html
8 Auch Männer heirateten teilweise sehr früh. Von mehreren Prophetengefährten oder ihrer Sukzessoren ist bekannt, dass ihre Väter zum Zeitpunkt ihrer Geburt nur 13 Jahre alt waren, z.B. von Abdullâh b. ’Amr as-Sahmiyy.